Herbstdepression und Situative Depression: Hilfe zur Selbsthilfe
Der Herbst bringt seine eigenen Farben und Stimmungen mit sich. Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und oft grauer. Viele Menschen spüren zu dieser Zeit eine bedrückte Stimmung, die sich in Schwermut, Antriebslosigkeit und manchmal auch in tiefer Traurigkeit zeigt. Gerade, wenn belastende Ereignisse wie Trennungen, Trauer oder andere Krisen hinzukommen, fühlen sich viele innerlich verloren und überfordert. Als Psychotherapeutin und Verhaltenstherapeutin in München möchte ich Ihnen in diesem Beitrag erklären, was in diesen Momenten in uns vorgeht und wie Sie sich selbst helfen können, die dunkleren Tage zu überstehen.
1. Herbstdepression: Was geschieht im Körper?
Die sogenannte saisonale Depression tritt häufig in der dunklen Jahreszeit auf. Durch weniger Tageslicht verändert sich unser Hormonhaushalt: Der Melatonin-Spiegel steigt, während der Serotonin-Spiegel sinkt. Diese Schwankungen können zu Symptomen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und gesteigertem Schlafbedürfnis führen. Zusätzlich verspüren viele ein verstärktes Verlangen nach Kohlenhydraten. Die Symptome verschwinden oft im Frühling von selbst, sobald das Tageslicht zunimmt. Doch wenn persönliche Krisen wie Trennungen oder Verluste hinzukommen, kann die belastete Stimmung sich verstärken und zu einer sogenannten situativen Depression führen.
2. Situative Depression: Wenn das Leben schwerer wiegt
Eine situative Depression, auch als reaktive Depression bekannt, tritt oft nach belastenden Lebensereignissen auf. Dies kann eine Trennung, der Verlust eines geliebten Menschen, eine berufliche Krise oder andere einschneidende Erlebnisse sein. Diese Form der Depression unterscheidet sich von einer klassischen Depression, da sie durch konkrete Auslöser entsteht.
Als Psychotherapeutin in München begegnen mir viele Menschen, die in diesen Zeiten Unterstützung suchen, um sich zu stabilisieren und den Weg aus der Traurigkeit zu finden. In meiner Praxis arbeite ich gemeinsam mit ihnen daran, mit den belastenden Gefühlen umzugehen und Schritt für Schritt wieder positive Momente zu erleben.
3. Was Sie für sich tun können: Tipps zur Selbsthilfe bei Herbstdepression
In schwierigen Zeiten ist es wichtig, für sich selbst da zu sein. Im Folgenden finden Sie einfache Übungen und Tipps, die Ihnen helfen können, die dunklen Tage und die schweren Zeiten zu überstehen.
Licht und Bewegung – Natürliche Antidepressiva nutzen
Licht tanken: Selbst an grauen Tagen ist das Tageslicht im Freien intensiver als jede künstliche Beleuchtung. Versuchen Sie, täglich mindestens 30 Minuten draußen zu verbringen.
Bewegung hilft: Regelmäßige Bewegung, sei es ein Spaziergang, Yoga oder leichtes Training, verbessert die Stimmung und wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus.
Achtsamkeit und Selbstreflexion
Achtsamkeitsübung: Achten Sie auf Ihre Gedanken und Gefühle, ohne sie zu bewerten. Sich täglich ein paar Minuten für das bewusste Atmen zu nehmen, kann helfen, innere Ruhe zu finden.
Tagebuch schreiben: Das Niederschreiben Ihrer Gedanken und Gefühle kann eine große Erleichterung bringen und Ihnen helfen, eine neue Perspektive auf Ihre Situation zu gewinnen.
Soziale Kontakte pflegen – auch wenn es schwerfällt
Soziale Kontakte und Gespräche können Trost spenden und das Gefühl der Einsamkeit verringern. Wenn Sie Unterstützung oder ein vertrauliches Gespräch suchen, sind Sie bei mir als Psychotherapeutin in München gut aufgehoben.
Teilen Sie Ihre Gefühle: Sprechen Sie offen über Ihre Gedanken und Gefühle, sei es mit vertrauten Personen oder in einem therapeutischen Rahmen.
Planen Sie kleine, angenehme Aktivitäten: Auch wenn Sie sich anfangs überwinden müssen, können kleine positive Erlebnisse Ihre Stimmung nachhaltig heben.
Struktur und kleine Schritte im Alltag
Kleine Routinen und Struktur helfen, wenn alles schwer fällt:
Tagesstruktur schaffen: Auch wenn Sie antriebslos sind, planen Sie feste Zeiten für Schlafen, Essen und Aktivitäten.
Realistische Ziele setzen: An besonders schweren Tagen kann es hilfreich sein, sich nur kleine Aufgaben vorzunehmen, wie etwa einen kurzen Spaziergang oder das Aufräumen eines kleinen Bereichs.
Verhaltenstherapie hilft: Kontaktieren Sie mich in meiner Praxis in München
Schwere Zeiten gehören zum Leben und sind oft ein Zeichen dafür, dass tiefe Emotionen in uns bewegt werden. Mit Geduld, Selbstfürsorge und professioneller Unterstützung können Sie gestärkt aus diesen Phasen hervorgehen. Als Verhaltenstherapeutin in München stehe ich Ihnen zur Seite und begleite Sie in einem geschützten, vertrauensvollen Rahmen.
Wenn Sie merken, dass Sie Unterstützung brauchen oder einfach ein offenes Ohr suchen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.